Artikel

Meine Expo-Apps bei Google Play veröffentlichen: Erkenntnisse

Ein Erfahrungsbericht über Überraschungen, Lösungen und Erkenntnisse beim Veröffentlichen von zwei Expo-Apps im Google Play Store.

Meine Expo-Apps bei Google Play veröffentlichen: Erkenntnisse

Nachdem ich meine iOS-Apps veröffentlicht hatte, wollte ich sie auch auf Android anbieten. Da beide mit Expo entwickelt wurden, erwartete ich einen einfachen Ablauf – und meistens war er das auch! Trotzdem gab es ein paar Überraschungen, die anderen bei diesem Schritt helfen könnten.

⚙️ 1. Mit Expo portieren

Das Beste daran? Es waren keine großen Codeänderungen nötig.

Mit Expo war der Android-Build ganz einfach – ich musste weder aus dem Managed Workflow aussteigen noch plattformspezifische Anpassungen vornehmen. Beim Testen fiel mir jedoch etwas auf …

🖋️ 2. UI-Probleme – Schriftgrößen auf Android

Einige Bildschirme sahen auf Android leicht anders aus.

Android stellt Schriftgrößen etwas größer als iOS dar, wodurch die Abstände meiner UI an einigen Stellen nicht mehr stimmten. Meine Lösung: eine kleine Hilfsfunktion, die Schriftgrößen auf Android-Geräten automatisch etwas verkleinert.

import { Platform } from "react-native";

export const normalizeFont = (size: number) => {
  return Platform.OS === "android" ? size * 0.95 : size;
};

Eine kleine Anpassung mit großer Wirkung – alles sah wieder ausgewogen aus.

🧩 3. Google-Play-Konfiguration

Hier wurde es etwas komplizierter. Für die Veröffentlichung musste ich:

  • Keystores erstellen und hochladen (Expo übernimmt das automatisch, wenn noch keiner vorhanden ist).
  • Die Schlüssel für die Android-Integration zu Firebase hinzufügen.
  • Die Datei google-services.json herunterladen und in mein Expo-Projekt (im Ordner app/) einfügen.

Der Build-Prozess von Expo mit eas build -p android erledigte das meiste. Entscheidend war jedoch, die Firebase-Verbindung noch einmal zu überprüfen.

🔐 4. Google-Authentifizierung einrichten

Da meine Apps bereits Firebase nutzten, war die Aktivierung von Google Auth für Android einfach. Firebase verknüpfte es automatisch über das verbundene Projekt. Außer dem Aktivieren des Anbieters in der Firebase Console war keine manuelle Einrichtung nötig.

🧪 5. Geschlossene Tests – Tester finden

Unter meinen Freunden gab es nicht viele Android-Nutzer, deshalb probierte ich ein paar Dinge aus:

  • Ich veröffentlichte Testeinladungen auf X, Reddit und daily.dev.
  • Im Google Play Store fand ich die großartige App „12 Testers - Closed Test Pro“, mit der Entwickler 14 Tage lang gegenseitig ihre Apps testen.

Das Feedback aus der Community half vor der öffentlichen Veröffentlichung enorm.

✅ 6. Prüfung und Freigabe

Nachdem ich UI-Details korrigiert und alles getestet hatte, wurden beide Apps problemlos geprüft und freigegeben! Der Prozess verlief sogar reibungsloser als die iOS-Prüfung 😅

📱 Endlich sind meine Apps live!

🍱 TinyRecipe ist verfügbar im:

💰 TinyDebt ist verfügbar im:

💡 Abschließende Gedanken

Mit Expo ist die Veröffentlichung für Android überraschend unkompliziert – die meisten Hürden sind gestalterischer und nicht technischer Natur. Tests auf verschiedenen Geräten sind entscheidend. Danach fühlt sich der Play-Store-Prozess schnell und entwicklerfreundlich an.